Kaiserschmarrn: Rezept mit kaiserlichen Wurzeln

kaiserschmarrn rezept

Der Kaiserschmarrn ist dem Rezept nach eine einfache Mehlspeise und ein typisches „Arme-Leute-Essen“, seine Wurzeln hingegen kaiserlich. Das zumindest behaupten die vielen Legenden, die sich um die Entstehung des Pfannengerichts ranken. Doch wie auch immer der Kaiserschmarrn zu seinem Namen kam – heute ist er eine der bekanntesten Süßspeisen Österreichs und mindestens so beliebt wie die Sachertorte. Das einfache Kaiserschmarrn-Rezept, das aus nicht viel mehr als Mehl, Milch, Eiern und Zucker besteht, hat sogar einen eigenen Eintrag im Register der Traditionellen Lebensmittel des österreichischen Lebensministeriums.

Bestes Beispiel dafür, dass die einfachen Gerichte oft die besten sind. Aber wie geht nun das

„Pfannengericht aus gerissenem Pfannkuchen“ – wie die offizielle Beschreibung heißt?

Hier gibt´s die Anleitung – einfach, schnell und unglaublich lecker!

Rezept für Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster

Zutaten für 4 Personen.

Für den Kaiserschmarrn:

  • 6 Eier
  • 50 g Zucker
  • 1/4 l Milch
  • 200 g Mehl
  • 1 Msp. Salz
  • 40 g Rosinen
  • Butter zum Ausbacken
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Optional: 40 g Mandelsplitter (optional); 2 EL brauner Rum
  1. Eier trennen. Eigelbe mit Milch und Mehl verrühren.
  2. Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und behutsam unter die Mehlmasse heben.
  3. Den Eierteig in eine gebutterte Pfanne geben, Rosinen und Mandeln darüber streuen und bei mittlerer Hitze leicht anstocken lassen. Wenn der Teig goldbraun ist, wenden. Anschließend andere Seite ebenfalls goldbraun backen.
  4. Mit dem Zucker bestreuen und den Pfannkuchen mit einem Pfannenwender zerreißen. Etwas Butter zum Karamellisieren zum Zucker geben und fertig ausbacken lassen.
  5. Wer will kann nun noch den Rum darüber gießen und den Kaiserschmarrn flambieren. Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen und sofort servieren.

Traditionell serviert man zum Kaiserschmarren Zwetschgenröster – ein Pflaumenkompott. Und das geht so:

Sie brauchen

  • 1 kg Zwetschgen
  • 200 g Zucker
  • Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Stange Zimt
  • Gewürznelken
  • 150 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren.
  2. Wasser, Zucker, Zitronensaft und -schale in einen Topf geben.
  3. Zimtstange und Nelken in einen Teebeutel füllen, in den Topf hängen und alles gemeinsam aufkochen.
  4. Zwetschgen dazugeben und 25-30 Minuten mitkochen, bis sie weich sind.
  5. Gewürzsäckchen entfernen und Kompott kalt stellen.

Neben Zwetschgenröster passt zum Kaiserschmarrn-Rezept auch gut Apfelmus oder jedes andere Fruchtkompott. Lecker als Nach-, aber auch als Hauptspeise.

Kaiserschmarrn-Rezept: Und was ist mit der Entstehungslegende?

Wie gesagt ist der Schmarrn eine Mehlspeise wie sie schon seit Jahrhunderten bekannt ist.

Beispielsweise in der schwäbischen und badischen Küche, wo sie Kratzete genannt wird. Wie aber kam nun der Kaiserschmarrn zu seinem Namen?  Hierauf wollen gleich mehrere Legenden Antwort liefern – welche Version die richtige ist? Wir wissen es nicht.

Wie entstand der Kaiserschmarrn?

Eine Geschichte führt den Kaiserschmarrn auf Leopold, den Hof-Pâtissier Kaiser Franz Joseph I., zurück. Als diesem eines der kaiserlichen Lieblingsdesserts – der Palatschinken – misslang, war er darüber so wütend, dass er ihn einfach unter einer Servierglocke stehen ließ und ging.  Der nichtsahnende Kammerdiener servierte dem Kaiser daraufhin das seiner Meinung nach fertige Gericht, woraufhin dieser gefragt habe, was das denn für ein Schmarrn sei. Die Antwort des Dieners: ein Kaiserschmarrn.

Eine andere Version derselben Geschichte schreibt die Namensgebung dem Hofdiener zu, der angesichts des misslungenen Gerichts gemeint habe „A Schmarrn, des am Kaiser zu servieren“ und es kurzerhand „Kaiserschmarrn“ nannte.

Eine weitere Version behauptet hingegen, das Gericht sei ursprünglich für Kaiserin Elisabeth (Sisi)  bestimmt gewesen – die es jedoch der Figur zuliebe nicht essen wollte. Daraufhin habe sich der Kaiser erbarmt und  gemeint „Na geb‘ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammenkocht hat.“

Einer anderen Legende nach geht das Kaiserschmarrn-Rezept auf eine Bäuerin zurück, in deren Haus die verirrte kaiserliche Jagdgesellschaft Zuflucht vor einem Schlechtwettereinbruch suchte.  Da sie nichts Essbares außer Eiern, Milch, Mehl und Früchten vorrätig hatte, musste sie improvisieren und schuf den ersten Kaiserschmarrn. Als Franz Joseph I. das Gericht voller Begeisterung lobte, habe die Bäuerin entgegnet „Ach, das ist ja nur ein Schmarrn“ und darauf der Kaiser „Ja, aber ein richtiger Kaiserschmarrn“.

Bildquelle: wikimedia.org – © by Martina.malzer

Social Sharing powered by flodjiShare

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Sie können diese HTML-Tags und Attribute: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>