Inspiriert vom Wochenmarkt: Heute gibt es Spargel-Quiche

spargel quiche

Die Quiche ist ein klassischer französischer Kuchen, der meist herzhaft als Hauptspeise oder als Snack für zwischendurch gereicht wird. Sie ist außerdem ein absoluter Klassiker der Frühjahrsküche, da meist Frühlingszwiebeln, Spargel oder weitere saisonale Köstlichkeiten darin verarbeitet werden. Die bekannteste Art der Quiche ist sicherlich ein aus dem Elsass oder Lothringen stammender Speckkuchen – die Quiche Lorraine. Diese besteht aus geräuchertem Speck und einer Mischung aus geriebenem Käse, Zwiebeln, Eiern und Milch. Heute möchte ich Ihnen allerdings eine Quiche-Variation vorstellen, die mir am Wochenende in den Sinn kam, während ich über den Markt geschlendert bin und mir der frische Spargel ins Auge gestochen ist: Die Spargel-Quiche.

Mürbeteigboden ist DIE Voraussetzung für eine leckere Quiche

Die Grundlage – im wahrsten Sinne des Wortes – für eine gelungene Quiche ist ein gelungener Mürbeteig. Dieser soll im besten Fall schön krümelig, aber nicht trocken werden. Leider ist das gar nicht so einfach, denn im Gegensatz zum Rührteig kann beim Mürbeteig vergleichsweise viel schiefgehen, wenn man die Details nicht beachtet. Ein klassisches Grundrezept enthält die Zutaten Mehl, Butter und Zucker im Verhältnis 4:2:1 oder auch mal 3:2:1 und Eier. Die Fettmenge kann je nach Rezept variieren, Zucker wird selbstverständlich bei herzhaften Quiches nicht verwendet.

Für meinen Spargel-Quiche-Boden habe ich folgende Zutaten verwendet:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Der wichtigste Unterschied zum Rührteig oder Biskuitteig ist, dass die Zutaten für den Teig der Quiche nicht warm sein sollten – lieber Butter und Eier direkt aus dem Kühlschrank verwenden und mit kalten Händen kurz und gut durchkneten. Danach sollte der Teig in Klarsichtfolie gewickelt mindestens eine Stunde gekühlt werden – noch besser: über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.

Auch beim Ausrollen gilt: Je kürzer, desto besser, denn durch zu ausgiebiges Ausrollen wird Hitze erzeugt und das lässt die enthaltene Butter schmelzen.

Die nächste Herausforderung steht uns direkt nach dem Ausrollen bevor: Der Teig muss in die Form. Hier hilft ein Trick, den ich noch von meiner Großmutter kenne. Den Teig auf das Nudelholz aufrollen und dann damit auf die sogenannte Tarte-Form (mit hohem, meist welligen Rand) übertragen. Manche behelfen sich auch mit einem Küchentuch. Ich persönlich finde die Nudelholz-Variante am praktischsten. Wichtig: Der Teig muss am Rand hochgezogen und angedrückt werden!

Und jetzt kommt das Blindbacken! Nein, das bedeutet nicht, dass Sie die Form mit verbundenen Augen in den Backofen befördern müssen, sondern dass der Teig vorgebacken wird. Dazu sticht man mit einer Gabel zunächst mehrmals in den Teig (um das Entstehen von Luftblasen zu verhindern), bedeckt diesen mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten wie Linsen und Kichererbsen oder speziellen Backkugeln, um das Papier zu beschweren.

Und los geht’s: Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) auf der untersten Schiene 15 Minuten vorbacken. Danach die Hülsenfrüchte mit Backpapier entfernen und den Boden mit 1 verquirlten Eiweiß einpinseln.

Die Spargel-Quiche – ein Genuss der Frühlingsküche

Ja nun, ein Teigboden ist ja noch keine Spargel-Quiche. Doch mit den genannten Tipps kann nun eigentlich fast nichts mehr schief gehen. Folgende Zutaten sollten Sie sich bereitstellen:

  • 500 g weißer Spargel
  • 500 g grüner Spargel
  • Zucker & Salz
  • 250 g Schmand
  • 5 Eier
  • Pfeffer
  • 100 g geriebener Parmesan
  • 4 Stiele Kerbel
  1. Den weißen Spargel ganz, den grünen Spargel im unteren Drittel schälen. Die Enden abschneiden. Die Spargelstangen quer halbieren und mit etwas Salz und Zucker garen. Anschließend mit einer Schaumkelle aus dem Topf heben, in eiskaltem Wasser abschrecken und sehr gut trocken tupfen.
  2. Schmand mit dem Eigelb, den restlichen Eiern, Pfeffer und Salz sowie dem Parmesan mischen. Spargel auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen und mit der Schmandmasse begießen.
  3. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad auf der mittleren Schiene) abschließend in 35-45 Minuten auf der untersten Schiene goldbraun backen.
  4. Leicht abkühlen lassen (ca. 10 Minuten), mit dem Kerbel bestreuen und genießen.

Die Spargel-Quiche ist nicht die einzige Variation dieses herzhaften Kuchens. Man kann die Quiche auch mit Möhren, Tomaten oder Spinat zubereiten. Sie schmeckt übrigens auch kalt immer noch hervorragend und kann zum Beispiel auch auf der nächsten Party oder zu einem Picknick im Park mitgenommen werden.

Bildquelle: pixabay.com – © by LoboStudioHamburg

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