Energy Drink für den gesunden Energie-Kick?

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Er schmeckt lecker und hält wach – das sind wohl die beiden ausschlaggebenden Gründe, warum Verfechter des koffeinhaltigen Getränks gerne zum Energy Drink greifen. Gerade viele Jugendliche trinken den Wachmacher häufig –  auf Partys, dann auch mal in Kombination mit Alkohol. Nicht ohne Grund aber ist das Trendgetränk für Kinder, Schwangere oder Herz-Kreislauf-Patienten absolut tabu und nicht gerade unumstritten. Aber auch wer nicht in eine dieser Kategorien fällt, sollte Red Bull, Monster Energy, Relentless, Rockstar und Co. im wahrsten Sinne des Wortes mit Vorsicht genießen.

Die Idee hinter dem ersten Engergy Drink

Der erste Energy Drink kam Ende der 1980er-Jahre auf den Markt. Wussten Sie, dass  das Getränk ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammt und von japanischen Piloten im 2. Weltkrieg zur Steigerung der Konzentration bzw. Sehkraft verwendet wurde? Neben Koffein und Zucker enthält ein Energy Drink weitere anregende Stoffe wie Taurin, Inosit und Glucuronolacton in hoher Konzentration. Diese machen den Drink zum leistungssteigenden Wachmacher – wir fühlen uns fitter über einen gewissen Zeitraum. Genauso  können sich die Inhaltsstoffe allerdings auch negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken und sind daher gar nicht ungefährlich für die Gesundheit.

Trendgetränk insbesondere bei jungen Leuten beliebt

Besonders beliebt sind die Drinks laut einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) mit 68 Prozent bei den 10- bis 19-Jährigen. Gerade junge Männer  greifen gerne zum koffeinhaltigen Energie-Kick. Viele sind sich der Risiken gar nicht einmal bewusst oder aber nehmen sie, insbesondere in langen Party-Nächten, auf die leichte Schippe.

Der Warnhinweis „erhöhter Koffeingehalt“ auf der Dose ist seit 2012 gesetzlich vorgeschrieben, ebenso wie die genaue Mengenangabe. Auch die Warnung „Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ ist seit Ende 2014 für Hersteller Pflicht. Und diese sollte man auch ernst nehmen. Es gibt in der Tat einige Fälle, in denen Menschen durch zu große Mengen des Energiegetränks ums Leben gekommen sein sollen. Generell gilt mehr als ein halber Liter innerhalb von 24 Stunden als gesundheitsgefährdend.

Energy Drink und mögliche Nebenwirkungen

In Deutschland liegt der zulässige Höchstwert für Koffein bei 320 mg pro Liter. Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee enthält ca. 60 bis 150 mg Koffein (je nach Kaffee und Zubereitung), Tee etwa 20 bis 50 mg. Durch die Aufnahme von Energy Drinks lässt sich zwar die mentale und körperliche Leistung zeitweise steigern, die aufputschende Wirkung kann jedoch Nebenwirkungen wie Herzrasen, Unruhe und Bluthochdruck hervorrufen.

Wie bei so vielen Dingen gilt daher auch hier: die Menge macht’s. Dosen- bzw. literweise sollte man Energy Drinks nicht zu sich nehmen und sie auch nicht als Sportgetränk verkennen. Laut der Efsa-Studie trinkt jeder Zweite unter den Erwachsenen und Jugendlichen Energy Drinks in Kombination mit Alkohol und ein fast genauso hoher Anteil nutzt es als Sportgetränk. Das ist jedoch riskant und kann für den Körper eine zusätzliche Belastung mit gesundheitlichen Folgen bedeuten.

Energy Drink ist natürlich nicht gleich Energy Drink. Schauen Sie sich vielleicht direkt einmal die genauen Mengenangaben auf der Dose an, wenn Sie auf das Koffein-Getränk nicht verzichten wollen. Ein achtsamer bzw. zurückhaltender Umgang damit ist allemal ratsam.

Bildquelle: pixabay.com – © by evilos

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