Die Wirkung von Schwarztee mal genauer betrachtet!

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Kürzlich habe ich mich gefragt, wieso wird grüner Tee eigentlich immer als so gesund propagiert und schwarzer Tee als eher schädlich dargestellt? Dabei gilt doch: Schwarzer Tee, grüner Tee, roter Tee – im Prinzip alles ein und dieselbe Pflanzenart. Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach der Antwort auf die Frage: Ist schwarzer Tee gesund, oder sollten wir ihn aus unserem Tee-Regal verbannen und durch grünen Tee ersetzen?

Grüner, weißer, roter oder Schwarztee, wo liegt der Unterschied?

Ok, also eines steht schon mal fest: Ob schwarz, grün oder weiß: Tee wird aus der Teepflanze – der Camellia sinensis – hergestellt. Was die verschiedenen Tee-Sorten allerdings unterscheidet, sind die Herstellungsverfahren. Die Blätter der Teepflanze werden für den schwarzen Tee im Unterschied zum grünen Tee nämlich oxidiert. In etwas einfacherer Sprache ausgedrückt bedeutet das, dass die Blätter so lange gequetscht werden, bis die Zellen darin teilweise zerstört sind und die enthaltenen Polyphenole und Aromastoffe mit dem Sauerstoff in der Luft reagieren. Schwarztee wird überwiegend in Europa und im nahen Osten getrunken, in Südostasien ist der Konsum von grünem Tee weitaus höher als hierzulande.

Ist schwarzer Tee ungesund?

Also gut, jetzt wissen wir, dass sich grüner Tee und schwarzer Tee nur durch das Herstellungsverfahren und natürlich den Geschmack unterscheiden, aber wieso soll der eine nun gesund und der andere ungesund sein?

Koffeeinhaltig

Das wird wohl daran liegen, dass Schwarztee koffeinhaltig ist. Nicht jeder Tee enthält diesen anregenden Wirkstoff, schwarzer Tee allerdings schon und auch nicht zu knapp: pro Tasse rund 130 Milligramm Koffein. Koffein hat zwar ein relativ breites Wirkungsspektrum – darunter auch Blutdrucksteigerung, Verengung der Blutgefäße im Gehirn etc. – doch ist es in geringen Dosen in erster Linie ein Stimulanzmittel. Also gilt: Wenig Koffein ist OK, viel könnte problematisch wirken.

Überdosierung und Gewöhnung

Eine Überdosierung kann starke Erregungserscheinungen und einen sehr beschleunigten Puls auslösen, tritt allerdings erst bei Dosen von über 1 Gramm auf. Man müsste also 10 Tassen auf einmal trinken, bis dies der Fall wäre. Wenn ein Mensch allerdings über längere Zeit hohe Dosen Koffein zu sich nimmt, verändern sich die Nervenzellen und entwickeln eine Art Toleranz gegenüber der Wirkung. Man muss demnach immer mehr zu sich nehmen, um eine Wirkung zu spüren. Ich schätze mal, die wenigsten trinken Schwarztee tatsächlich, um sich aufzuputschen, und das Risiko einer Überdosis ist in dem Fall für einen erwachsenen Menschen also verschwindend gering.

Antivitamine

Das einzig wirklich Negative, was ich zu diesem Thema gefunden habe ist, dass in schwarzem Tee sogenannte Phytate enthalten sind. Das sind Antivitamine, die die Aufnahme von Zink hemmen können. Zink ist wiederum gut für unser Immunsystem und gerade während Erkältungszeiten sehr wichtig für den Organismus.

Gesundheitsfördernde Wirkung von Schwarztee

Nach meiner Recherche hat schwarzer Tee sogar so einiges Gesundes zu bieten! Er enthält beispielsweise etwas Vitamin B, aber vor allem Mineralstoffe wie Mangan, Fluorid und Kalium. Außerdem sind auch die enthaltenen Gerbstoffe des schwarzen Tees gesundheitsfördernd. Sie können sich beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt auswirken.

Also lautet mein Fazit erst mal: Schwarzer Tee ist gar nicht so ungesund, wie es immer heißt, solange man ihn in Maßen genießt.

Bildquelle: pixabay.com – © by Libertad

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